The Greyhound Show

18.7.2022

Update zur neu aufgetretenen neurologischen Erkrankung…

Filed under: Genetik,Gesundheit — admin @ 12:18

…eine neue Herausforderung und alte Probleme

Anlässlich des zweiten Greyhound World Congress‘ am 02./03.07.2022 in Camberly (UK) präsentierte Dr. Barbara Keßler (Rumford) den aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich der neuen neurologischen Erkrankung bei Greyhounds aus Show-Linien zusammen. Hier eine Zusammenfassung ihres vielbeachteten Vortrags:

Was ist bisher über das „Greyhound Hypersensitivity Syndrome“ bekannt?
Seit einigen Jahren haben wir es mit einer neuartigen neurologischen Erkrankung bei Showgreyhounds zu tun. Eine genetische Ursache ist sehr wahrscheinlich, da sich die betroffenen Fälle in einer Familie häufen und die Symptome relativ spezifisch sind, und in dieser Form bei den meisten anderen Rassen oder Mischlingen nicht auftreten. Das Alter, in dem erste Krankheitsanzeichen beginnen, ist sehr unterschiedlich und reicht von einigen Monaten bis zu 9 Jahren. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch Episoden intensiven Beleckens und Beißens von Gliedmaßen/Pfoten und zwanghaftem Kratzen am Hals. Oft schreien die Hunde vor Schmerzen und zeigen nach den Episoden einen ataktischen Gang. Die Anfälle treten in der Regel in Clustern auf und werden durch Stress, kaltes/warmes Wetter, Sexualzyklus (Hündinnen) und unterschiedliche Oberflächen ausgelöst. Die Dauer kann von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten, in manchen Fällen sogar bis zu einer Stunde, variieren. Einige Hunde bleiben lange Zeit symptomlos, andere leiden bereits in jungen Jahren unter schweren Symptomen und müssen eingeschläfert werden. Zwischen den Episoden sind die Hunde klinisch völlig unauffällig. Die Symptome ähneln sehr der Syringomyelie brachyzephaler Rassen, die am häufigsten bei Cavalier King Charles Spaniels auftritt. (more…)

4.7.2022

2nd Greyhound World Congress

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Standesamt — admin @ 20:41

Lange geplant, mehrfach verschoben und nun doch „schon“ wieder vorbei: Der zweite Greyhound World Congress!
Zweieinhalb Tage mit einem Programm, das es in sich hatte:

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17.9.2019

Herzkrank durch Hülsenfrüchte?

Filed under: Gesundheit,Literaturtip — admin @ 05:43

Seit Jahresbeginn geistern Meldungen durch’s Internet, nachdem getreidefreie Hundenahrungen Auslöser von Herzerkrankungen bei Hunden sein sollen. Was ist dran? Eine Bestandsaufnahme (erschienen in „Unsere Windhunde“, 09/2019).

24.7.2019

Actual challenges in breeding show type Greyhounds

Filed under: Gesundheit,Literaturtip,Standesamt — BKM @ 21:33


On occasion of the Finnish Greyhound Club Show, Dr Barbara Kessler was invited to talk about Greyhound health – please find the slides here:

Barbaras_talk

Just some more additions for easier understanding:

  • The pedigree scheme on slide 8 includes most of the known spinal cyst cases (marked as black squares / circles for males / females), but not all. The relationship of the ancestors of affected dogs isn’t completely shown, as the figure would have been too confusing then. Most of the „end point“ ancestors are closely related, too.
  • Slide 43: „Breed from as many different individuals and bloodlines as possible“ also includes the use of frozen semen, especially from sires several generations ago. They probably could contribute alleles which meanwhile have been lost. A good provision for the future would also be to freeze semen from today’s sires, especially if they represent rare bloodlines!

6.7.2019

Workshop „Hundeanalyse“

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Standesamt — admin @ 23:13

Eine rundherum gelungene Veranstaltung hatte die DWZRV-Landesgruppe Baden-Württemberg am 06.07.2019 organisiert:
Den Workshop „Welpenanalyse / Hundeanalyse“ mit Doris Walder und Eva Holderegger Walser.

Die verfügbaren Plätze waren schnell ausgebucht, und nicht nur Windhund-Freunde waren mit von der Partie. Erfreulich war die gute Beteiligung aus dem Greyhound-Lager – es waren je zwei Teilnehmer aus dem Renn- und zwei Teilnehmer aus dem Showlager dabei. Die vermittelten Kenntnisse sollte eigentlich jeder haben, der Hunde züchten möchte – egal, für welchen „Einsatzzweck“.
Wir werden jedenfalls bei kommenden Würfen noch genauer hinschauen :-)
Nachfolgend ein paar Impressionen:
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21.3.2019

Neues zum Thema „Dornwarzen“

Filed under: Gesundheit,Literaturtip — admin @ 12:14

Das Thema “Dornwarzen” betrifft etliche Greyhounds, insbesondere aus Rennlinien. Bei der aktuellen Gesundheitsumfrage sind bis jetzt 141 vollständig ausgefüllt Fragebögen eingegangen – für 20 Hunde (also immerhin knapp 15 %) wird ein Auftreten von Dornwarzen („Corns“) beschrieben.
Anlass genug, sich neuesten Entwicklungen bei der Therapie dieses Problems zu widmen. Bisher gab es verschiedene Behandlungsansätze, z.B. chirurgische Entfernung bzw. Verringerung durch Abfeilen oder „Auspulen“ der Warzen, Austrocknen der „Corns“ durch Lotionen oder Abkleben bis hin zu drastischen Maßnahmen wie Amputation des betroffenen Zehenglieds oder des gesamten Zehs.
Eine verhältnismäßig neue Idee ist die sogenannte „Flexor-Tenotomie“, also die chirurgische Durchtrennung der oberflächlichen und tiefen Beugesehne des betroffenen Zehs. Diese Maßnahme nimmt unmittelbar die Last vom jeweiligen Zehenballen, und der Zeh wird durch die Wirkung der Strecksehne auf der Oberseite des Zehs leicht angehoben. Ziel ist es, dass damit die (Fehl-)Belastung des Ballens soweit reduziert wird, dass die Dornwarze nach einiger Zeit verschwindet. Bei Belastung erscheint der Zeh flacher als die benachbarten Zehen, und die Kralle steht etwas weiter nach vorne heraus.
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13.3.2019

Wieso MyDogDNA?

Filed under: Gesundheit,Standesamt — admin @ 12:33

Auf der Crufts wurden wir gefragt, warum wir für Greyhounds den MyDogDNA-Test propagieren, wo es doch so viele gleichwertige Angebote von anderen Labors gäbe. Die kurze Antwort wäre „aus Gründen“ ;-). Die längere lautet wie folgt:

MyDogDNA (Genoscoper):

Der MyDogDNA-Test stellt aus den aktuell erhältlichen Angeboten den besten Kompromiss dar. „Hauptattraktion“ bei diesem Test stellen aus unserer Sicht die Auswertungen zur „Genetic Diversity“ und zu den „Genetic Relationships“ dar.

„Genetic Diversity“ bedeutet, für wie viele Gene der Hund heterozygot ist, also unterschiedliche Erbinformationen auf den beiden Chromosomen trägt. Ein Hund mit einem großen Anteil homozygoter Gene weist zwar eine hohe Übereinstimmung zwischen Aussehen und vererbbaren Eigenschaften auf, läuft aber Gefahr, weniger vital und anpassungsfähig zu sein. Eine (zu) geringe genetische Diversität bei bestimmten Genorten (DLA =  Dog Leukocyte Antigen) soll u.a. das Auftreten von Allergien und Autoimmunerkrankungen beim Hund begünstigen.

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4.3.2019

Bald Thigh Syndrome

Filed under: Gesundheit,Literaturtip,Standesamt — admin @ 22:26

Eine aktuelle Studie zum „Bald Thigh Syndrome“ bei Windhunden weist darauf hin, dass diese Symptomatik durch strukturelle Abweichungen im Haarschaft an den betreffenden Körperpartien ausgelöst wird.
Passend dazu wurde eine gehemmte Synthese bzw. Expression von Genen nachgewiesen, die für die Differenzierung und den richtigen Aufbau des Haarschafts zuständig sind. Damit korrespondiert das geringere Vorhandensein der eigentlich dadurch „hergestellten“ Proteine in den Haaren der betroffenen Hunde.
Eine DNA-Analyse ergab zusätzlich für alle untersuchten Greyhounds sowie einige der anderen Windhunde in der Studie eine reinerbig vorliegende Missense-Mutation des IGFBP5-Gens. Inwiefern diese einen prädisponierenden Faktor für die untersuchte Haarlosigkeit darstellt, muss weiter untersucht werden.

16.2.2019

Gesundheits-Umfrage für die Rasse Greyhound

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit — admin @ 13:11

Beim DWZRV gibt es aktuell gemäß des Meeting-Beschlusses eine Gesundheits-Umfrage für die Rasse Greyhound. Um rege Beteiligung wird gebeten! Hier geht’s zum Fragebogen.

14.2.2019

Fast 20 Jahre DNA-Tests – was können wir daraus lernen?

Filed under: Gesundheit,Literaturtip,Standesamt — admin @ 16:48

Ian Seath befasst sich in seiner aktuellen „Best of Health“-Kolumne in „Our Dogs“ mit einer kürzlich veröffentlichten Studie, die die Wirksamkeit von DNA-Tests in der Hundezucht unter die Lupe genommen hat. Die Resonanz in der Presse auf diese Studie war teilweise euphorisch mit Überschriften wie „Study revealsfantastic work‚ of DNA testing“. Inwiefern diese Euphorie gerechtfertigt ist, hat Ian Seath genauer untersucht. Seine Erkenntnisse hat er in nachfolgendem Artikel zusammengefasst, den wir freundlicherweise übersetzen durften.

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