The Greyhound Show

2.9.2022

Auswertung der internationalen Greyhound-Gesundheitsumfrage

Filed under: Gesundheit,Literaturtip — admin @ 14:12

Zwischen Februar 2019 und Juni 2021 lief eine Gesundheitsumfrage, die zunächst vom Deutschen Windhundzucht- und Rennverband initiiert und später über die Webseite www.greyhoundshow.de internationalisiert in Umlauf gebracht wurde. Die in drei Sprachen verfügbare Umfrage richtete sich an Greyhound-Halter und -Züchter aus aller Welt, insbesondere jedoch diejenigen, die Greyhounds als Haushunde und nicht für den professionellen Renn- oder Coursingsport halten oder züchten.

Datenstruktur

Um Informationen über den Gesundheitszustand von als Haushund gehaltener Greyhounds zu sammeln, wurde im Februar 2019 vom DWZRV ein Fragebogen online gestellt, der inhaltlich weitestgehend mit den Gesundheitsumfragen für andere durch den DWZRV betreuter Rassen übereinstimmte. Dieser Fragebogen ist in deutscher Sprache, an der Umfrage beteiligt haben sich Greyhound-Halter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Februar 2022 wurde der gleiche Fragebogen zusätzlich in französischer und englischer Sprache veröffentlicht, so dass sich auch Greyhound-Besitzer aus Norwegen, den USA, Schweden, Slowenien, Italien, Großbritannien, Kanada, Finnland, Frankreich, Australien, Irland, den Niederlanden und Guadeloupe beteiligten. Der deutsche Fragebogen hatte den höchsten Rücklauf mit 205 Einsendungen, der englische 99 und der französische 55.

Vollständig ausgefüllt wurden die Fragebögen also für insgesamt 369 Greyhounds, davon 197 weiblich und 172 männlich. Von diesen sind jeweils gut 1/3 kastriert, und nur 48 Hündinnen und 24 Rüden werden zur Zucht genutzt. Die Hälfte dieser Hunde stammt aus Showlinien (50,1 %), knapp 43 % aus Rennlinien und die restlichen Hunde aus irischen Coursing-Linien oder kombinierten Verpaarungen.

Herkunft der Greyhounds

Gut die Hälfte dieser Greyhounds waren bereits als Welpe vom Züchter übernommen worden, knapp 20 % hingegen als erwachsene Hunde von Tierschutz-Organisationen. Diesbezüglich gibt es jedoch Unterschiede zwischen den drei Sprachkreisen: Im deutschen FB war die Verteilung 46,5 % zu 31 %, hingegen waren bei den französischen Teilnehmern die Mehrzahl der Hunde (47 %) „selbst gezüchtet“, und weitere 40 % kamen als Welpe direkt vom Züchter. In der englischen Umfrage kam die Mehrzahl der beschriebenen Greyhounds als Welpe vom Züchter (knapp 70%), und gute 16 % wurden vom Teilnehmer selbst gezüchtet. Auch kamen in der englischen wie in der französischen Umfrage die deutliche Mehrheit der Hunde aus Showlinien (90 bzw. 85 %).

Häufige Todesursachen

Knapp ein Viertel aller Greyhounds aus der Umfrage ist bereits verstorben, mehr als 85% davon wurden eingeschläfert. Das Durchschnittsalter bereits verstorbener Hunde betrug 9,78 Jahre, wenn man nur die Untergruppe der Show-Greyhounds betrachtet, allerdings nur 8,56 Jahre. Die häufigsten fünf Todesursachen waren:

  • Tumorerkrankungen (inkl. 6 x Milztumor, 8x Osteosarkom): 24 / 26,30%
  • Altersschwäche (+ 6x ergänzt durch „kann nicht mehr laufen“): 21 / 23,10%
  • Neurologische Erkrankungen: 12 / 13,20%
  • Herzerkrankungen (exkl. Tumoren): 10 / 11%
  • Nierenerkrankung: 5 / 5,50%

Das Ergebnis für die eindeutig identifizierbaren Show-Greyhounds sieht so aus:

  • Altersschwäche / „kann nicht mehr laufen“: 14 / 26,40%
  • Neurologische Erkrankungen: 10 / 18,90%
  • Herzerkrankungen (exkl. Tumoren): 8 / 15,10%
  • Tumorerkrankungen: 7 / 13,20%
  • Nierenerkrankung: 4 / 7,50%

Bei den Hunden aus Showlinien spielen die Tumorerkrankungen eine geringere Rolle. Ob die grundsätzlich die anscheinend geringere Lebenserwartung dieser Zuchtlinie dazu beiträgt (indem die Hunde gar nicht so alt werden, dass sie typische altersbedingte Tumorerkrankungen bekommen), sei dahingestellt.

Auffällig ist hingegen der höhere Anteil an „neurologischen Erkrankungen“. In dieser Gruppe finden sich neben einem Fall der klassischen „Greyhound-Neuropathie“ auch vier (Verdachts-)Fälle auf das neue „Greyhound hypersensitivity syndrome“. Aber auch andere neurologische Probleme wie Bandscheibenvorfälle und unspezifische Lähmungserscheinungen. Dies in Verbindung mit den Hunden, die vorrangig wegen Altersschwäche mit der Begründung „kann nicht mehr laufen / Hinterhand zu schwach“ euthanasiert wurde (6 von 14 Show-Greyhounds) UND mit den Befunden aus der Untersuchungsreihe zur neuen Neurologischen Erkrankung, wo bei etlichen Patienten eine Kompression des Rückenmarks durch Bandscheibenvorwölbung festgestellt wurde, lässt aufhorchen. Auch in der unlängst vom finnischen Greyhound-Club veröffentlichten JTO wird die züchterische „Berücksichtigung“ von Wirbelsäulenveränderungen empfohlen – und dort liegen zumindest ein paar Röntgenergebnisse vor.

Häufige Erkrankungen

Die am häufigsten genannten zehn Erkrankungen aller Greyhounds in absteigender Reihenfolge:

  • Riss-/Schnittwunde der Haut (32,2%)
  • Zahnstein (29,8%)
  • Vertreten / Versprungen / Zerrung (27,9%)
  • Kahle Oberschenkel / Bald Thigh Syndrome (17,3%)
  • Tumorerkrankungen (11,7 %)
  • Zwingerhusten 9,8%
  • Wirbelsäulen-Probleme (Spondylose, BS-Vorfall, Cauda equina) 7,3%
  • Blasenentzündung 8,4%
  • Futtermittelintoleranz 6,5%
  • Herzklappen-Insuffizienz 4,3%

Als „geschlechtsspezifische“ Probleme wurden Scheinträchtigkeit / Scheinmutterschaft am häufigsten für die Hündinnen (8,6 %) und Kryptorchismus ein- oder beidseitig (5,8 %) für die Rüden genannt.

Wenn man diese Resultate nach Zuchtlinien sortiert, sieht das Ergebnis für die eindeutig identifizierbaren Show-Greyhounds so aus:

  • Riss-/Schnittwunde der Haut (31,7 %)
  • Zahnstein (22,7%)
  • Vertreten / Versprungen / Zerrung (16,9%)
  • Tumorerkrankungen 8,4%
  • Wirbelsäulen-Probleme (Spondylose, BS-Vorfall, Cauda equina) 7,9%
  • Zwingerhusten 7,9%
  • Analdrüsenprobleme: 6,9 %
  • Kahle Oberschenkel / Bald Thigh Syndrome 4,8%
  • Futtermittelintoleranz 5,3%
  • Herzklappen-Insuffizienz 4,2 %

Dass Hautverletzungen mit Abstand die häufigsten Gesundheitsprobleme beim Greyhound darstellen, verwundert aufgrund ihrer speziellen „Bauart“ (straff anliegende Haut, kaum Unterhautfettgewebe, kurzes Fell und hohe Geschwindigkeit) nicht. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit den Daten der Agria-Versicherung aus Schweden, gemäß derer „Trauma_Skin“ der häufigste Grund für einen Tierarztbesuch mit Greyhound ist.

Die gleiche Erklärung passt ebenfalls auf die hohe Anzahl von Verletzungen des Bewegungsapparats (Muskelzerrung, Bänderdehnung). Auch hier finden wir eine Entsprechung in den Agria-Daten, da steht der Komplex „Pain / Symptom_Locomotor“ auf Platz 2, und der Komplex „Trauma_Ligaments_Tendons_Muscles“ zusätzlich auf Platz 6.

Die allermeisten dieser Verletzungen (64 %) ziehen sich die betroffenen Hunde im Freilauf zu, oder zuhause (24 %). Die Rennbahn (19 %) und das Coursingfeld (7 %) spielen als „Verletzungsort“ eine eher untergeordnete Rolle.

Übrigens, knapp die Hälfte der Showgreyhounds (47,9 %) nimmt sowie so gar nicht an hundesportlichen Aktivitäten teil, bei den Renngreys sind nur knapp ein Drittel „Sportmuffel“.  Während die meisten Renngreyhounds ihrer Natur entsprechend vorwiegend auf der Rennbahn zum Einsatz kommen / kamen (49,1 %), gehen die Halter von Show-Greyhounds lieber zum Coursing (20,5%). Aber auch Sportarten wie Agility, CaniCross, Obedience oder Fährtenarbeit wurden genannt. Daher muss eine Nicht-Teilnahme am Windund-Sport nicht unbedingt bedeuten, dass der Greyhound gar keiner „geregelten Beschäftigung“ nachgeht.

Die große Verbreitung von Zahnproblemen (Zahnstein) mag vielleicht weniger anatomischen Besonderheiten des Greyhounds wie dem schmalen Kiefer geschuldet sein. Sondern vielleicht eher der Tatsache, dass 20 % der Greyhounds in der Umfrage „Retired Racer“ sind. Diese Hunde weisen häufig (vermutlich aufgrund Haltung und Fütterung während ihrer Rennkarriere?) eine höhere Neigung zu Zahnstein auf bzw. kommen schon diesbezüglich vorbelastet bei ihren neuen Haltern an. Vergleicht man die Zahlen aller Greyhounds aus der Umfrage mit denen Hunden aus Showlinien (ohne aktive Renner-Vergangenheit), so ist hier die Auftretenswahrscheinlichkeit für Zahnstein immer noch hoch, aber im Vergleich zur gesamten Stichprobe deutlich niedriger. In den Agria-Daten kommt der Diagnose-Komplex „Teeth“ zwar erst auf Platz 7. Allerdings wird nach Bekunden eines Agria-Mitarbeiters die Behandlung von Zahnstein, Zahn- oder Zahnfleischentzündungen nur unter bestimmten Bedingungen übernommen, so dass das tatsächliche Vorkommen dieser Problematik bei den schwedischen Greyhounds durchaus stärker sein kann.

Ein weiteres „Greyhound-typisches“ Problem sind kahle Stellen im Fell, vornehmlich das „Bald Thigh Syndrome“. Dabei handelt es sich um eine lokal auf die Hinterseiten der Oberschenkel begrenzte Haarlosigkeit, die oft auch reversibel ist, wenn der Hund aus dem aktiven Rennsport scheidet. Die Symptomatik tritt vorwiegend bei Greyhounds aus Rennlinien auf, kommt allerdings auch bei Show-Greyhounds vor. Von 64 betroffenen Hunden stammten jedoch nur neun aus Showlinien.

Eine Untersuchung der Uni Bern von 2019 entdeckte bei Greyhounds und anderen Windhunden eine Missens-Variante im IGFBP5-Gen, die nicht oder selten bei anderen Hunderassen gefunden wurde. Dieses Gen steht im Zusammenhang mit Zellproliferationen und hat daher auch Einfluss auf die Vorgänge in Hautzellen und Haarwurzeln. In den Hautproben betroffener Hunde wurden aber „Down Regulations“ (also verminderte Wirksamkeit) bei etlichen Genen, die strukturelle Proteine für den Haarwuchs wie Keratine (23 Gene) und „Keratin-assoziierte Proteine“ (51 Gene) kodieren, gefunden. Das bedeutet im Klartext: Alle Greyhounds (also auch die „vollständig behaarten“) trugen zwei Ausgaben der „mutierten Version“. Außerdem gab es noch jede Menge weitere „verdächtige Gene“, die bei den betroffenen Hunden in unterschiedlichem Ausmaß in ihrer Aktivität verändert waren. Deshalb kann man mit einiger Sicherheit einer genetischen Ursache für diese Problematik ausgehen. Was aber schlussendlich ausschlaggebend für deren hohe Verbreitung innerhalb der Population war und was man dagegen unternehmen könnte, bleibt weiter zu ergründen.

Eine ähnliche Verteilung finden wir bei den sogenannten „Corns“, schmerzhaften Dornwarzen an den Pfoten, die sich vor allem durch deutliche Lahmheiten bemerkbar machen. Von den 30 genannten Fällen sind sieben Show-Greyhounds, also weniger als ein Viertel. Diese Erkrankung kann den betroffenen Hunden das Leben arg schwer machen – bei einem Renn-Grey war dies sogar als beitragender Faktor für eine Euthanasie-Entscheidung angeben: „Dornwarzen am jedem Zeh..konnte sich kaum noch bewegen…“.

Derzeit läuft eine Studie der Greyhound Health Initiative, bei der die DNA betroffener und nicht betroffener Greyhounds hinsichtlich einer möglichen genetischen Ursache für das Auftreten von Dornwarten untersucht werden soll.

Bei den Tumorerkrankungen finden wir überraschendes: Die Osteosarkome, die eigentlich nur den Rennlinien „nachgesagt“ werden, fanden sich in fünf von acht eingetragenen Fällen bei Show-Greyhounds. Andererseits sind sechs von sechs (teilweise rupturierten) Milztumoren bei Hunden aus Rennlinien aufgetreten.

Auf Rang 6 finden wir jeweils die Mischinfektion „Zwingerhusten“, die bei fast 10 % aller Greyhounds in der Umfrage auftauchte. Das ist schon eine erstaunlich hohe Quote. Wenn man zum Vergleich die Studie „905,543 dogs under veterinary care in 2016“ heranzieht, wo nur knapp ein Prozent aller vorgestellten Hunde die Diagnose „Zwingerhusten“ erhielt, wird das augenfällig. In der Gruppe aller Greyhounds finden wir auf Platz 8 ein weiteres infektiöses Geschehen, die Blasenentzündung. Auch da scheint die Auftretenswahrscheinlichkeit gegenüber „allen Hunden“ deutlich erhöht zu sein („Urinary tract infection“: 0,59 %, Quelle: „905,543 dogs under veterinary care in 2016“).

Ob nun ursächlich eine besondere Empfindlichkeit des Atmungsapparates bzw. des Harntrakts bei Greyhounds vorliegt oder ob diese erhöhte Anfälligkeit für ubiquitär vorkommende Krankheitserreger eher einem allgemein schwachen Immunsystem anzulasten ist, bleibt zu erforschen.

Interessant ist, dass sämtliche gemeldeten Magen- / Milzdrehungen bei Hunden aus Showlinien auftraten.

Zu den Wirbelsäulen-Problemen (Spondylose, Bandscheiben-Vorfall, Cauda equina, Übergangswirbel) haben wir oben bei den Todesursachen schon etwas geschrieben. Diese Problematik sollte vor allem bei den Show-Greyhounds mehr Beachtung finden.

Futtermittel-Intoleranzen scheinen bei Greyhounds aus Renn- wie aus Show-Linien vermehrt aufzutreten. Allerdings ist diese Angabe mit Vorsicht zu behandeln, da oft nur aus Halter-Beobachtung resultierend, nicht aber anhand entsprechender tierärztlicher Diagnostik bestätigt.

Die verhältnismäßig starke Verbreitung von Analdrüsenproblemen bei Greyhounds aus Show-Linien macht auf den ersten Blick stutzig. Aber vielleicht war auch hier die Fragestellung zu ungenau, und Teilnehmer haben dort auch Hunde vermerkt, deren Analdrüsen nur ein- oder mehrfach manuell entleert werden mussten. Da würden sich die Prozentzahlen fast mit denen aus „905,543 dogs under veterinary care in 2016“ decken: „Anal sac impaction“ 4,8 % und „Anal sac infection“ 0,9%.

Mit 4,3% war die Herzklappen-Insuffizienz die häufigste Herzerkrankung. Insgesamt hatten aber 7,85% der Hunde eine Herzerkrankung – außer den Klappeninsuffizienzen wurden Dilatative Cardiomypathie, Herztumore und plötzlicher Herztod genannt. Bei den Show-Greyhounds sind in mehr als 15 % der Fälle „Herzerkrankungen“ als Todes- oder Euthanasie-Ursache genannt. Eine ausführliche Herzuntersuchung (mit Ultraschall und EKG) können allerdings lediglich 45 Hunde vorweisen – zum Vergleich: Es sind insgesamt 72 Zuchthunde in der Stichprobe. Da wäre es gewiss sinnvoll und wünschenswert, wenn (wie beispielsweise auch in der finnischen JTO empfohlen) zumindest alle Zuchttiere regelmäßig untersucht würden.

Noch ein Wort zur Schilddrüsen-Unterfunktion oder Hypothyreose: Insgesamt finden wir 11 Greyhounds mit Hypothyreose, das sind 3% aller Hunde im Pool. Davon stammen sieben Greyhounds aus Show-Linien (3,8%), drei aus Rennlinien und bei einem handelt es sich um eine Irish Coursing-Hündin.

Besonderheiten bei der Fortpflanzung

Auffällig ist die hohe Rate an instrumentellen Besamungen: 31,3% der Hündinnen und 25% der Rüden haben sich ausschließlich per KB fortgepflanzt. Dabei wiederum fällt auf, dass knapp 2/3 der instrumentellen Samenübertragungen bei den Hündinnen mit Frischsamen gemacht wurden, und bei jedem der Rüden, der sich per instrumenteller Besamung fortgepflanzt hat, mindestens einmal eine Frischsamen-Übertragung vorgenommen wurde. Es ist also davon auszugehen, dass IB beim Greyhound nicht vorrangig aufgrund großer räumlicher oder altersmäßiger Abstände zwischen den Deckpartnern vorgenommen werden, sondern aus anderen Gründen hygienischer oder praktischer Art – oder weil ein natürlicher Paarungsakt nicht vollzogen werden kann oder soll?!

Zusätzlich interessant im Bereich Fortpflanzung ist, dass nur für neun von 48 Zuchthündinnen Probleme unter der Geburt angegeben werden (davon am häufigsten „Wehenschwäche“). Insgesamt hatten jedoch 15 Zuchthündinnen einen Kaiserschnitt (11 davon einmal, vier zweimal – 31,25% der Zuchthündinnen!). Das wirft die Frage auf, ob hier elektive Kaiserschnitte vorgenommen wurden, so dass gar keine Geburtsprobleme auftreten konnten. Oder ob Umstände, die zur Einleitung einer Schnittgeburt führen (wie z.B. eine sekundäre Wehenschwäche) von den Züchtern überhaupt nicht als Geburtsproblem wahrgenommen werden.

Beurteilung des Gesundheitszustandes durch die Greyhound-Halter

Abschließend konnte die Umfrage-Teilnehmer den Gesundheitszustand ihres Greyhounds in seiner Gesamtheit bewerten.

Nur ein Herz („Sehr krank (die meiste Zeit seines Lebens große gesundheitliche Probleme, Lebensqualität deutlich eingeschränkt“) wurde (erfreulicherweise!) für nur vier Hunde vergeben. Dennoch etwas überraschend lautet das Urteil zum Gesundheitszustand des jeweiligen Hundes bezogen auf seine gesamte Lebenszeit bei mehr als 86 % der Teilnehmer 4 oder 5 Herzen:
4 Herzen: Gesund (manchmal kleine, vorübergehende Gesundheitsprobleme)
5 Herzen: Vollkommen gesund (die meiste Zeit seines Lebens total fit, ohne irgendwelche Einschränkungen).

Wirklich „krankheitsfrei“ sind nur jedoch nur ganz wenige Kandidaten. Anscheinend sind Greyhound-Halter recht tolerant, was den Gesundheitszustand ihrer Hunde angeht.

Wir bedanken uns bei allen Greyhound-Haltern und -Züchtern, die bei unserer Umfrage mitgemacht haben. Auch wenn die Art der Datenerhebung sicher Schwächen aufweist und die Stichprobe verhältnismäßig klein ist, ist dies zumindest ein Anfang. Zum Vergleich: Der finnische Greyhound Club führte 2008 eine Gesundheitsumfrage durch. Nur für 18 Hunde, wurde der Fragebogen beantwortet. Bei der vom finnischen Kennel Club 2015 durchgeführten nationalen Umfrage wurden nur für neun Greyhounds Antworten eingereicht. Und bei der letzten Gesundheitsumfrage des britischen Kennel Clubs gab es genau fünf Rückmeldungen für Greyhounds.
Deshalb werden wir unsere Umfrage weiterhin geöffnet lassen. Wer noch Informationen für seinen Hund eintragen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Falls jemand bereits eingetragene Informationen für seinen Greyhound aktualisieren möchte, ist dies auch möglich – mail an  info@greyhoundshow.de genügt!

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