The Greyhound Show

29.11.2012

Wilhelm Hunt Diederich

Filed under: Künstl(er)ische Greyhounds — admin @ 18:13

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Der heutige Beitrag aus der Reihe „künstl(er)ische Greyhounds“ ist dem 1953 verstorbenen Künstler Wilhelm Hunt Diederich gewidmet, der für seine verschiedenen Tierdarstellungen bekannt wurde. Besonders häufig wurden Greyhounds in Jagd- und Spielszenen abgebildet, die an Anmut und Eleganz ihresgleichen suchen.

undefinedWilhelm Hunt Diederich war der Sohn einer amerikanischen Mutter und einem Preussischen Kavalerie Offizier, und verbrachte seine ersten Lebensjahre auf einem Gut in Ungarn, wo sein Vater Pferde für die preussische Armee ausbildete. Um die Jahrhunderwende kam Diederich nach Amerika, um bei seinem Großvater, dem Künstler William Morris Hunt, zu leben. Seine ersten künstlerischen Gehversuche wurden seitens seiner Familie stark unterstützt, und er erhielt Unterricht an der Bostoner Kunstschule. Allerdings interessierte ihn geregelte Ausbildung wenig, so dass er die Milton Academy ohne Abschluss verließ und westwärts zog, um als Cowboy zu arbeiten. Sowohl seine Kindheit in Ungarn als auch die Jahre im „Wilden Westen“ prägten seine Vorliebe für Tiere als Gegenstände seiner Skulpturen.

undefinedIm Jahr 1906 schrieb Diederich sich an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts ein, wo er zwei Jahre einen Preis für seine Bronco-Büste erhielt. Diese Ehre half ihm wenig, als er einige Zeit später „unangemessene Sprache in einer gemischtgeschlechtlichen Klasse“ gebrauchte und ‚rausgeworfen wurde. Er reiste dann nach Spanien, Afrika und Rom, bevor er in Paris sein Atelier eröffnete und bei Emmanuel Frémiet, einem der angesehensten Tiermaler in Frankreich studierte.

1910 und 1911 wurden Diederichs Arbeiten in den Pariser Frühlings-Ausstellungen gezeigt, und zwei Jahre später wurde seine bronzene Greyhound-Skulptur beim Pariser Herbst-Salon hoch gelobt.

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Bei Ausbruch des ersten Weltkriegs zog Diederich nach New York City um. Während dieser Zeit waren Hunde und Pferde sein bevorzugten Sujets. Bis 1917 stellte er auch eine Vielzahl von dekorativen Gebrauchsgegenständen aus Schmiedeeisen aus, wie Ofenschirme und Dreifüße, die mit Polospielern, Hirschen und Jagdhunden verziert waren.

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Diederichs Kunst erregte die Aufmerksamkeit von Gertrude Vanderbilt Whitney und ihrer Partnerin Juliana Force, die seine Arbeiten im Whitney Studio Club (dem Vorläufer des Whitney Museum of American Art) ausstellten. Während der 20er Jahre wurden Diederichs Kunstwerke von vielen New Yorker Galerien ausgestellt, und 1922 wurde ihm die Goldmedaille des Architektur-Verbands für Design und Kunstfertigkeit verliehen.

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Später lebte Diederich in Deutschland, Spanien und Mexico, bevor er 1941 nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges nach New York zurückkehrte. Die pro-deutschen Tendenzen und die Verbreitung anti-semitischer Schriften beschädigte seinen Ruf, und er fertigte nur noch wenige Arbeiten an.

Dieses Treppengeländer mit passendem Kronleuchter wurde von Mrs. Harry C. Cushing III für ein Haus in Syosset, Long Island, in Auftrag gegeben. Die Architekten waren Delano und Aldrich. Dieses Foto erschien einer Ausgabe „House & Garden“ im Jahr 1927.

1 Kommentar »

  1. Wunderschön!!!!!!!

    Kommentar von Nicole — 30.11.2012 @ 17:14

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