The Greyhound Show

6.12.2009

Brauchen Greyhounds einen Mantel?

Filed under: Allgemeines — admin @ 17:14

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Diese Frage hört man oft von Greyhound-Interessierten, die Antwort ist ein eindeutiges Jein :-)
Greyhounds haben kurzes Fell und kaum Unterhaut-Fettgewebe, trotzdem sind sie nicht so kälteempfindlich wie mancher glaubt. Hat ein gesunder erwachsener Greyhound die Möglichkeit, sich beim Freilauf mit Flitzerunden warm zu halten, so braucht er auch bei Minustemperaturen und Tiefschnee keinerlei Bekleidung. Hier ist ein Mantel nicht nur überflüssig, sondern kann beim Toben durchaus auch zur Gefahr für Träger und Mitspieler werden.
Anders sieht es bei gemächlichen Leinenspaziergängen oder gar beim Stadtbummel aus – hier kann je nach Außentemperatur ein wärmender Mantel sinnvoll sein und dafür sorgen, dass der gelangweilte Grey nicht auch noch frieren muss.
Gleiches gilt übrigens, wenn Greyhounds im Winter über längere Zeit im Auto warten müssen – hier kühlt der Innenraum sehr schnell aus, so dass ein „angezogener“ Hund sicher komfortabler wartet.
Auch ältere oder verletzte Greyhounds, die nicht mehr so beweglich sind, profitieren im Winter von einem Mantel.
Häufig sieht man bei Renn- oder Coursing-Veranstaltungen eingedeckte Hunde. Ein Mantel zum Warmhalten nach dem Aufwärmen kann bei sehr kühler Witterung oder starken Startverzögerungen sinnvoll sein. Für die Muskulatur des Hundes ist es aber sicher besser, wenn diese durch Bewegung von innen her und nicht durch den Mantel nur von außen erwärmt wird. Ausserdem ist ein plötzliches „Temperaturgefälle“ durch Ausziehen des Mantels beim komplett „angezogen“ aufgewärmten Hund unmittelbar vor dem Start auch nicht wirklich gesund für die Muskulatur.
Nach dem jeweiligen Lauf ist ein Mantel dagegen bei entsprechender Witterung zur Verhinderung des Auskühlens beim Ablaufen durchaus eine gute Idee.
Worauf ist beim Einkleiden zu achten? Normale Hundemäntel aus dem Zoofachhandel haben für Greyhounds oft nicht die richtige Passform. Ein speziell für Windhunde angefertigter Mantel passt da oft weitaus besser, und reicht auch über der Hinterhand weit genug nach unten, um die empfindlichen Muskelgruppen an den Oberschenkeln zu wärmen. Ein Bauch- und Brustlatz schützt auch diese empfindliche Region vor Zugluft, kann aber beim Gassigehen mit Rüden Hygieneprobleme aufwerfen…
Als Material für reine Wärmemäntel hat sich Fleecestoff bewährt, soll der Mantel auch schlechtwettertauglich sein, ist ein wasserabweisendes Obermaterial zweckmäßig.
„Blush“ und „Rufus“ (oben) fühlen sich jedenfalls sehr wohl in ihren maßangefertigten Mäntel von „Azzaru“ bzw. „Galgoprinzessin„, auch wenn sie dieses Jahr noch gar keine Verwendung dafür hatten…

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