The Greyhound Show

21.2.2008

Das Greyhound-Virus

Filed under: Auf den Greyhound gekommen — admin @ 01:02

Show-Greyhounds sind selten eine „Liebe auf den ersten Blick“. In dieser Rubrik wollen wir in loser Folge erzählen, wie Showgrey-Fans zu ihrer Rasse fanden. Den Anfang macht Dr. Barbara Kessler („Rumford“ Greyhounds).

„Ist schon seltsam – als ich im Alter von 14 oder 15 anfing mit Windhunden war ich mir sicher, daß ich irgendwann mal in meinem Leben mindestens einen Vertreter jeder Windhundrasse haben wollte, AUSSER Greys… die sprachen mich so gar nicht an. Ich hatte zu dieser Zeit einen Whippet, mit dem ich weniger erfolgreich an Ausstellungen und überraschend erfolgreich an Rennen teilnahm. Natürlich habe ich in dieser Zeit viele Greyhounds gesehen, aber immer darüber hinweggeguckt. Die exotischen Orientalen oder die edlen Barsois hatten es mir angetan, Greyhounds fand ich eigentlich nur langweilig. Viele Jahre später sah ich dann das erste mal bewusst einen Showgreyhound, Bayroad Red Amber Sunbeam (Sobers Santaro – Schotborgs Earthquake). „Liza“ war noch sehr jung, noch in der Jüngstenklasse gemeldet, aber ich war hin und weg. Sowas schönes hatte ich noch NIE gesehen! Plötzlich sah ich auch die vielen Fotos von Showgreys mit ganz anderen Augen – auf einmal konnte ich mir den wahren Hund aus Fleisch und Blut vorstellen. Die Entscheidung fiel eigentlich sofort in diesem Moment, ich habe damals umgehend einen Welpen von „Liza“ bestellt ;-) Bis hier der erste Grey einziehen konnte, dauerte es allerdings noch eine Weile. Studium beenden, Wohnung finden, Job finden – als es dann 4 oder 5 Jahre später soweit war, konnten sich „Liza’s“ Besitzer nicht mehr von meinem ausgesuchten Welpen trennen… Glücklicherweise fand ich schnell eine Alternative, übers Internet war ich auf eine Deckanzeige in Schweden aufmerksam geworden. 2 Wochen später saß ich dann im Flugzeug, um meine „Vivian“ abzuholen. Ein zweiter Grey war damals eigentlich nie geplant, ich wollte meine Konstellation Grey und einen praktischer kleiner Whippet zum Kuscheln dazu beibehalten. Änderte sich schlagartig, als Vivi hier eingezogen war (auch wenn mich der kleine rotgestromte Teufel mindestens 3x soviel Nerven kostete wie ich’s mir vorgestellt hatte) – es ist durchaus so, daß ich auch jetzt noch ab und an mit einer anderen Windhundrasse liebäugele, aber wenn ich mir dann vorstelle, daß man den freien Platz auch genausogut mit einem weiteren Grey belegen könnte, ist die Entscheidung eigentlich schon gefallen ;-)

Was uns speziell an Showgreys so gefällt? Das Aussehen natürlich, diese Synthese aus Kraft und Eleganz. Die fließenden Linien von der Nase bis zur Rutenspitze. Die atemberaubende Geschwindigkeit, wenn sie einfach nur aus Lust am Laufen ihre Runden im freien Gelände drehen. Die entspannte Ruhe, die sie ausstrahlen, wenn sie nach so einer wilden Hatz auf dem Sofa liegen und von vielen weiteren Abenteuern träumen.Der Charakter genauso, es gibt wenige Hunderassen, die so herrlich „menscheln“. Showgreyhounds haben einen hinreißenden Sinn für Humor, der sie getreu der Devise „nichts ist zu dumm, um es nicht wenigstens einmal auszuprobieren“ auf der Suche nach Abwechslung und Zerstreuung unglaublich findig macht. Sie sind extrem menschenbezogen und verstehen es bestens, ihren Besitzern unentwegt klar zu machen, in welchen Aspekten diese das Leben ihrer Greyhounds noch ein bisschen angenehmer gestalten könnten. Das Kissen ein bisschen weicher, das Futter ein bisschen besser, vielleicht auch noch etwas hinter den Ohren knibbeln und ja! nicht zu früh wecken!Wir freuen uns auch sehr daran dass der Greyhound so eine alte und geschichtsträchtige Rasse ist. Die Wertschätzung früherer Tage spürt man beim Betrachten der unzähligen erhaltenen Stiche, Gemälde, Plastiken – ein deutliches Zeichen dafür, daß diese Hunde auch schon früher nicht nur wegen ihrer jagdlichen Qualitäten, sondern auch um ihrer selbst willen geachtet und geliebt wurden.
S – chlichtweg
H – inreißend
O – riginelle
W – ildfänge – das sind Showgreys für uns!“ 

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