The Greyhound Show

12.6.2018

Update: Inzucht-Koeffizient vs. Genetische Diversität beim Greyhound

Da seit der Veröffentlichung dieses Artikels vor einem halben Jahr ein paar neue Datensätze von getesteten Greyhounds bei MyDogDNA veröffentlicht wurden, war es Zeit für eine Überarbeitung.

As some more Greyhounds were tested at MyDogDNA since we published this article half a year ago, it was time for an update.
Please find the English translation here.

(more…)

7.6.2018

A key genetic innovation in dogs: diet

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Literaturtip — admin @ 08:50

Eine sehr interessante Studie über die Fähigkeit zur Stärkeverdauung zeigt auf, dass diese Eigenschaft bei Hunden je nach Herkunft unterschiedlich stark ausgeprägt ist.
Untersucht wurde das AMY2B-Gen, welches für die Herstellung des Pankreas-Enzyms Amylase (notwendig für die Stärkeverdauung) zuständig ist. Während Wölfe, Kojoten und Schakale lediglich zwei Kopien dieses Gens aufweisen, haben Haushunde mehrere Kopien dieses Gens, in manchen Fällen mehr als zwanzig Stück. Das nennt man „Kopienzahlvariation“, und es bewirkt in diesem Fall, dass Hunde mit mehr Kopien auch mehr Amylase produzieren.
(more…)

16.5.2018

Nacktpopos gesucht!

Filed under: Gesundheit — admin @ 15:22

Eine Doktorandin an der Uni Bern arbeitet am “Bald Thigh Syndrome” bei Greyhounds – gesucht werden sowohl davon betroffene als auch nicht betroffene Hunde, von denen jeweils Haare untersucht werden sollen.
Hier ist eine Anleitung zum Haarezupfen:

  • Wir brauchen mindestens 100 Haare vom seitlichen Oberschenkel und nochmals mindestens 100 Haare vom Rücken oder der Schulter.
  • Bei Hunden mit Haarausfall bitte Haare am Oberschenkel vom Übergang haarlos / behaart zupfen, aber auch die noch übrig gebliebenen Haare an den sonst haarlosen Stellen am Oberschenkel.
  • Diese Haare sollten nicht einfach weggekämmt, sondern leicht ausgezupft (mit den Fingerspitzen oder einer Pinzette / Klemme) werden. Das sollte den Hunden aber nicht weh tun – die meisten merken das auch gar nicht
  • Bitte dann die Haare separat in einen kleinen Papier- oder Plastikbeutel geben, beschriften mit “Oberschenkel” und “Rücken”, das Ganze dann in ein Couvert stecken
  • Über Fotos von ihrem Hund und den betroffenen / nicht betroffenen Stellen würden wir uns auch sehr freuen! (Per Mail)

(more…)

10.5.2018

Altersfrische beim Greyhound

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit — admin @ 18:34

Letzte Woche ist mein aktuell ältester Greyhound neun Jahre alt geworden. Außerdem wurde vor wenigenTagen in einer französischen Facebook-Gruppe ein Album für „altersweise Greyhounds“, die ein Alter von 12 Jahren und mehr erreicht haben, eröffnet.
Beides bietet Anlass, ein paar Betrachtungen über die Altersfrische bei Greyhounds anzustellen. Schauen wir uns zunächst einmal die „harten Fakten“ zur Haltbarkeit eines durchschnittlichen Greyhound-Lebens an. Im Greyhound-Breed Archive finden wir 584 Greyhounds aus den Jahrgängen 1980 – 2010, für die Geburts- und Todesdaten eingegeben wurden. Die Spanne des Todesalters reicht von unter einem Jahr bis zu einem Rassevertreter im Alter von 16 Jahren.
(more…)

16.4.2018

Zwei interessante Verpaarungen…

Filed under: Gesundheit,Standesamt — admin @ 22:28

…sind für dieses Jahr angekündigt. Beide Male handelt es sich um einen Outcross einer Show-Greyhoundhündin mit einem Rüden aus dem “Leistungslager”.
Der eine Wurf wird in der deutschen Zuchtstätte “Rumford” fallen, dort wird “MultiCh. Rumford Silvretta” eine Liason mit dem irischen Coursing-Rüden “Mulboy King” eingehen.
Die Beweggründe für diesen Zuchtplan kann man ausführlich auf der Kennel-Homepage von Dr. Barbara Kessler und Dominik Rudolph nachlesen, hier geht’s zum Pedigree des geplanten Wurfs.

In dem renommierten schwedischen Kennel “Epic” ist die Wahl dagegen mit “Hultings Harald Gråfell” auf einen Rennhund gefallen, der für einen Deckakt mit “MultiCh. Epic Juicy” vorgesehen ist. Die Hintergründe für diese Wurfplanung schildern die Züchter Annalena Almgren & Johan Rosengren auf ihrer Homepage, das Pedigree der erwarteten Welpen finden Sie hier.

6.3.2018

Was früher gut war…

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Standesamt — admin @ 15:01

…kann heute doch nicht schlecht sein!?

Dee Rock

Dee Rock, Sieger des Waterloo Cups (1935) und Gewinner der Waterloo Purse (1933).Außerdem Vater der Waterloo Cup-Sieger 1939, 1940, 1941 and 1942.

Spricht man mit Züchtern, die schon länger „im Geschäft“ sind, über Neuerungen im Zuchtwesen, hört man oft: „Was sollen diese ganzen Auflagen und Untersuchungen? Früher gab’s das auch nicht, und damals hat man auch keine schlechteren Hunde gezüchtet. Ganz im Gegenteil!“
Und dann werden gerne Beispiele von Hunderassen angeführt, die sich in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren tatsächlich zu ihrem Nachteil entwickelt haben: Schäferhunde mit Fließheck, die kaum noch um die Kurve laufen können, ohne umzufallen, Bulldoggen, die vor lauter Kurzköpfigkeit keine Luft mehr bekommen oder Molosser, die inzwischen so faltig sind, dass sie aussehen wie wandelnde Totalschäden.
Auch werden alte Fotos aus dem Hut gezaubert, auf denen kraftstrotzende Afghanische Windhunde zu sehen sind, denen die Wildheit aus dem Auge funkelt. Oder eben sehr funktionale und dabei wunderschöne Greyhounds wie der rechts abgebildete.
Das alles wird als Referenz herangezogen um zu begründen, warum man auch heute lieber keine Auflagen hinsichtlich Gesundheitsuntersuchungen, mehr Transparenz im Zuchtwesen oder – Gott bewahre – gar Vorgaben zur regelmäßigen Fortbildung von Züchtern haben möchte.
Diese Argumentation unterliegt aber gleich mehreren Denkfehlern. Denn das, was früher gut und richtig war, ist es heute möglicherweise nicht mehr. Nachfolgend ein paar Begleitumstände der Hundezucht, die sich grundlegend verändert haben.
(more…)

What was good back then…

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Standesamt — admin @ 10:14

could not be bad today?!

Dee Rock

Dee Rock, winner of the Waterloo Cup (1935) and Winner of the Waterloo Purse (1933). In addition, sire of the Waterloo Cup winners 1939, 1940, 1941 and 1942.

Talking to breeders, who have been in the “business” for quite a while, about innovations in dog breeding, you often get to hear: “What is this all about restrictions and health testing? In the old days without those they did not breed bad dogs at all – quite the contrary!”
And then they refer to examples of breeds which have indeed deteriorated during the last 20 or 30 years: hatchbacked German Shepherds which struggle when going around a bend without toppling over, brachycephalic Bull Dogs which are not able to breathe or Molossers which have become so wrinkled they look like a total loss walking.
Likewise, old photos are presented on which you can see Afghan Hounds bursting with vigour and fierceness. Or very functional while beautiful Greyhounds like the one on the right.
All this is used as a reference to justify why one does not want to have requirements like health testing, more transparency or – heaven forbid! – training programmes for breeders.
This argumentation follows several errors at the same time. Because what used to be good and right in those days, may not any more. Listed below are some circumstances of dog breeding, which have changed considerably.
(more…)

2.3.2018

Merging pedigree databases

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Literaturtip — admin @ 10:05

Einen spannenden Artikel gibt es in der April-Ausgabe 2017 des “Journal of Animal Breeding and Genetics”: Merging pedigree databases to describe and compare mating practices and gene flow between pedigree dogs in France, Sweden and the UK.
Dieser beschreibt den Versuch, die Zuchtbuch-Daten für die vier Rassen Bullmastiff, English Setter, Berner Sennenhund und Labrador Retriever aus Frankreich, Schweden und Großbritannien zusammenzuführen und auszuwerten. Die Ergebnisse sind ermutigend:
„Es ist möglich, Zuchtbuch-Datenbanken über Ländergrenzen hinweg zusammenzuführen und Zucht-Praktiken sowie den Genfluss messbar zu machen. Die Kenntnis über die Abstammungen verbesserte sich, nachdem die Pedigrees der vier betrachteten Hunderassen zusammengeführt wurden.“

„Während der betrachteten Zeitspanne wurde die Verpaarungen zwischen engen Verwandten, was in Form des Anteils an ingezogenen Individuen gemessen wurde (wobei nur zwei Generationen des Abstammung berücksichtigt wurden) weniger oder blieben auf dem gleichen Niveau, außer bei den Labrador Retrievern in Frankreich.“

„Zudem konnte eine klare Tendenz aufgezeigt werden, dass mit der Zeit ein größerer Austausch an Genmaterial zwischen den Ländern stattfand. Noch wichtiger: das Potenzial zur Verbesserung genetischer Diversität innerhalb der einzelnen Rassen durch den Austausch von Zuchttieren über Ländergrenzen hinweg konnte anhand einer gesteigerten Effektiven Populationsgröße durch den Zusammenschluss der einzelnen Länder-Populationen bestätigt werden.“

Diese Ergebnisse stimmen in der Tat hoffnungsvoll – genau das ist der Weg, den wir zukünftig mit unseren (Show-)Greyhounds beschreiten müssen. Vielleicht kann der nächste Greyhound World Congress dazu die notwendigen Impulse geben?

23.2.2018

DWZRV-Jahreshauptversammmlung 2018…

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Gesundheit,Standesamt — admin @ 19:57

…Gedanken zu den Anträgen 24 und 27

Der Informationsgehalt des DWZRV-Zuchtbuchs ist trotz inzwischen aufwändiger Gestaltung in Hinblick auf züchterisch relevante Daten eher überschaubar.
Ein Antrag an die Jahreshauptversammlung trachtet danach, diesen Zustand zu ändern, und beispielsweise anlässlich der Wurfabnahme ermittelte anatomische Abweichungen bei den jeweiligen Eintragungen zu vermerken:
(more…)

13.2.2018

Symmetrische Lupoide Onychodystrophie

Filed under: Gesundheit — admin @ 11:05

Einen sehr interessanten Artikel hat Tierärztin Jana Keim über die Autoimmunerkrankung “Symmetrische Lupoide Onychodystrophie” (SLO) für die aktuelle Ausgabe von “Unsere Windhunde” geschrieben. Diese Krankheit trifft leider auch (Show)Greyhounds, und wird häufig nicht oder erst auf Umwegen diagnostiziert.
“Ursachen für diese und weitere Erkrankungen sind unter anderem in unserer Zuchtpraxis zu suchen. Linienzucht und insbesondere Inzucht mit mehrfachem Auftreten einzelner Rassevertreter in verschiedenen Generationen führen zu genetischer Verarmung und zur Inzuchtdepression, die sich oft durch das Auftreten von Erkrankungen des Immunsystems äußern. Es verwundert daher wenig, dass wir dieses Problem zunehmend bei unseren Windhunden finden (…) Solange wir unsere Zuchtpraxis nicht grundlegend ändern, wird SLO nicht die letzte Krankheit sein, die aus unseren flinken Windhunden lahme Krüppel macht….”

Den Artikel können Sie per Klick auf das Bild aufrufen.

Older Posts »

Powered by WordPress