The Greyhound Show

16.2.2018

Ergebnisse der Umfrage zum Fressverhalten von Greyhounds

Filed under: Auf den Greyhound gekommen,Erfolgreiche Greyhounds — admin @ 10:10

In Zusammenhang mit dem Artikel „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ hatten wir Greyhound-Halter aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen, sich an unserer kleinen Umfrage zum Fressverhalten von Greyhounds zu beteiligen. So kamen schnell Angaben zu hundert Rassevertretern zusammen – dabei handelt es sich um gut zwei Drittel Greyhounds aus Rennlinien und ein Drittel Show-Greyhounds.
Etwas mehr als die Hälfte davon waren männlichen Geschlechts (54 Greyhounds), gut die Hälfte davon kastriert. Bei den Hündinnen waren von den eingetragenen 46 Greyhounds nur 17 kastriert.
Das Alter verteilte sich von unter einem Jahr bis zwölf Jahre – 60 % der eingetragenen Greyhounds befanden sich im „besten Alter“ zwischen drei und sieben Jahren.
Mehr als 70 % der Hunde bekommen regelmäßig Trockenfutter, 28 % Nassfutter und 5 % Halbfeuchtfutter. 35 % der Hunde erhalten regelmäßig BARF-Rationen, 20 % der Hunde Selbstgekochtes. Üblich sind Kombinationen der verschiedenen Futterarten wie „Trocken- und Nassfutter“, „Trockenfutter und BARF“, „Selbstgekochtes mit Nassfutter“. Den Kommentaren unter „Sonstiges“ war zu entnehmen, dass Trockenfutter gerne auch vom Halter mit Zutaten wie Fleisch, Dosenfutter, Öl, Nudeln oder Gemüse „gepimpt“ wird, um die Akzeptanz zu erhöhen. Zwei Hunde werden vegan ernährt.


Das Fressverhaltens ihrer Greyhounds konnten die Teilnehmer dann auf einer Skala bewerten – für 80 % der betrachteten Hunde konnte ein normaler bis ausgeprägter Appetit attestiert werden:

Die nächste Frage „Welche Aussage trifft auf das Fressverhalten Ihres Greyhounds am besten zu?“ brachten dann wenig überraschend ähnliche Resultate:
70 % der betrachteten Greyhounds zeigen einen sehr guten und „zuverlässigen“ Appetit, nur 14 % zeigen sich in Bezug auf ihre Nahrungsaufnahme ziemlich bis überaus kapriziös. Dabei war keine Präferenz des Greyhound-Typs (Renn- oder Show-Linie) auszumachen.
80 % der betrachteten Greyhounds zeigen darüber hinaus auch ein stabiles bis sehr stabiles Fressverhalten. Sie lassen sich von ungewohnten Situationen oder Umgebungen den Appetit nur kurzfristig oder gar nicht verderben:

Neidvoll erblassen könnte man bei den Ergebnisse der vorletzten Frage nach dem Ernährungszustand der betrachteten Hunde – denn trotz ordentlichen Appetits gaben die Teilnehmer für 66 % der Greyhounds an, dass diese „idealgewichtig – schlank, kräftig bemuskelt mit deutlichem Bauch-Aufzug und von oben sichtbarer Taille“ seien. Nur ein übergewichtiger Moppel war dabei, und bei 13 % der betrachteten Greyhounds müssen die Halter auf deren Gewicht achten.
Immerhin für 20 % der Hunde gaben die Besitzer an, dass diese etwas zu dünn seien und durchaus gerne etwas an Gewicht zulegen dürfte. Als wirklich „untergewichtig“ wurde aber kein Greyhound von seinem Halter eingeschätzt.

Eine Futtermittel-Allergie wurde für 5 % der betrachteten Hunde angegeben, zwei Greyhounds hatten schon einmal eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, eine Magendrehung kein einziger der betrachteten Greyhounds.
Abschließend kann man festhalten, dass Greyhounds hinsichtlich ihres Fressverhaltens meistenteils sehr problemlos und stabil sind. Dies ist durchaus positiv im Sinne eines „Vital-Parameters“ zu beurteilen, und sollte züchterisch gefördert werden. Zumal sogar echte „Greyhound-Müllschlucker“ eher selten dann auch die Silhouette einer Mülltonne annehmen.
Um diesen Zustand zu erhalten, sollte man aber umgekehrt bei den hinsichtlich ihres Fressverhaltens besonders kapriziösen Greyhounds genau hinschauen, zieht man sie für eine Zuchtverwendung in Betracht.
Sowohl bei einem Ausstellungshund, als auch beim Renn- oder Coursinghund wirkt sich ein unzuverlässiger Appetit leistungsmindernd aus. Hier sollte vor allem das Fressverhalten in ungewohnten oder stressigen Situationen unter die Lupe genommen werden und eben auch das Fressverhalten des potenziellen Zuchtpartners mit in die Planung einfließen.

Vielen Dank an alle, die sich an dieser Umfrage beteiligt haben!

Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Powered by WordPress