The Greyhound Show

21.10.2017

DWZRV-Greyhoundmeeting 2017

Filed under: Auf den Greyhound gekommen — admin @ 13:08

Das diesjährige Greyhound-Meeting fand erneut im Vereinsheim des WRV Gelsenkirchen statt. Das Programm hatte leider nur ungefähr 25 Teilnehmer angelockt, darunter hauptsächlich Freunde des Renngreyhounds und nur drei Showgreyhound-Fans. Innerhalb dieser überschaubaren Teilnehmerzahl waren auch kaum Züchter vertreten, aus dem Showgrey-Lager nur ein einziger. Das mag auch an den angekündigten Themen gelegen haben, die sehr rennlastig waren.
Zunächst gab es aber einen Vortrag von Barbara Thiel über die leistungsgerechte Fütterung von Renn- und Coursinghunden, der gut aufgenommen wurde
Nach der Mittagspause ging es mit dem „richtigen“ Programm weiter, es erfolgten einige Ehrungen erfolgreicher Greyhounds aus der vergangenen Saison. Dabei wurden die Platzierten der Rennrangliste berücksichtigt, ebenso die Gewinner einiger besonderer Titelveranstaltungen. Hinsichtlich Ausstellung und Coursing wurden dagegen nur Erfolge einzelner Veranstaltungen herausgestellt, eine Prämierung gemäß der Ranglisten wurde nicht vorgenommen. Die Ausstellungs-Rangliste existiert aber durchaus, und wird fleißig von Natascha Thamm gepflegt. Eine Coursing-Rangliste gibt es derzeit nicht, die sei nach Meinung des ZKM Yvonne Rüsing auch aufgrund der wenigen aktiven Hunde überflüssig. In der folgenden Diskussion einigte man sich aber darauf, zukünftig wieder eine Coursing-Rangliste zu führen, weil von deren Veröffentlichung im UW schließlich auch eine Signal- und Werbewirkung ausgehe, die eventuell weitere Greyhound-Halter zur Teilnahme an diesem Sport animieren könne. Freiwillige vor!

Anschließend stellte Yvonne Rüsing die Teilnehmerzahlen an Rennen und Coursings in Deutschland im letzten Jahr vor. Auffällig war eine Zunahme der Renn-Starts über 280m („Kurzstrecke“) auf Kosten der Starts über die „Normaldistanz“ von 480m. Es erfolgte eine angeregte Diskussion über mögliche Ursachen und Möglichkeiten, diese Entwicklung rückgängig zu machen, welche aber schlussendlich ergebnislos blieb.
Danach berichtete Klaus Thiem als Mitglied der Sportkommission über die Erfahrungen in der ersten Saison mit „Freier Boxenwahl“ beim Rennen. Die Beobachtungen seien insgesamt positiv, man werde das System noch ein weiteres Jahr fortführen und dann abschließend bewerten.
Der TOP zur Einführung eines fakultativen Vorlaufs bei Rennen mit weniger als sechs gemeldeten Greyhounds entbehrte einer umsetzbaren Grundlage, da die aktuelle Windhund-Sportordnung dies nicht hergibt.
Vertreter des WRU Hünstetten berichteten über das Trainingstreffen für Greyhounds, welches dieses Jahr erstmalig mit großem Erfolg in ihrem Verein durchgeführt wurde. Es habe sich dabei um eine nicht genehmigungspflichtige und auch gar nicht genehmigungsfähige reine Trainingsveranstaltung gehandelt – es gäbe keine Bestrebung, daraus „inoffizielle Rennen mit Einlaufsystem“ zu machen.
Anm. d. Autorin: Das wäre ja so, als wenn ein Ringtraining als Konkurrenzveranstaltung zu einer Ausstellung gesehen würde ;-)
Als nächstes wurde die Frage nach der Notwendigkeit für einen Stellvertreter des ZKM besprochen. Diese wurde von den Meeting-Teilnehmern als nicht gegeben angesehen.
Als Austragungsort für die Greyhound-Jahresausstellung 2019 wurde Freiburg gewünscht, als Richter für diesen Termin Rita Bartlett (Ransley Greyhounds).
2018 findet die JAS in Münster statt, als Richterin ist Judith Szanka (Dévaj Whippets, HU) vorgesehen.
Das Greyhound-Meeting 2018 wird in Hünstetten stattfinden, um auch Mitgliedern aus dem süddeutschen Raum eine erträgliche Anreise zu ermöglichen.
Unter dem Punkt „Sonstiges“ konnten dann noch ein paar zuchtrelevante Themen (Greyhound World Congress in Oslo, Konzeptionsrate von nur 60 % bei den im DWZRV angesetzten Greyhound-Würfen, Inzuchtgrad der deutschen Greyhound-Population, anekdotische Berichte über Fortpflanzungsprobleme, „neue“ neurologische Erkrankung bei Showgreyhounds, ausbaufähige Vorbereitung und Begleitung von (Neu-)Züchtern…) kurz angerissen werden. Das Interesse daran schien bei den meisten Beteiligten groß zu sein. Deshalb sollen diese teilweise recht komplexen Themen für das nächste Meeting aufbereitet und dort entsprechend vorgestellt und diskutiert werden. Das lässt ein spannendes Meeting 2018 erwarten – und ein hoffentlich zahlreiches Erscheinen der deutschen Züchter!

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