The Greyhound Show

6.6.2017

Eos


Wir wurden gefragt, welchen „historischen“ Greyhound wir gerne als Erkennungszeichen für das neue Greyhound Breed Archive haben wollten.
Wir haben uns für weder für eine Renn-Ikone wie „Mick the Miller“, noch für den Ausstellung-„Wonderhound“ „Treetops Hawk“ entschieden, sondern für „Eos“, die Greyhound-Hündin von Prinz Albert. Wir sind der Meinung, dass die Geschichte dieser Hündin gut wiedergibt, was uns allen (egal, ob renn-, coursing- oder ausstellungsbegeistert) so an Greyhounds gefällt. Hier schön zusammengefasst in einem Artikel auf „Greyhound Articles Online“, nachfolgend in deutscher Übersetzung:

Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha war erst zwanzig Jahre alt, als er 1840 nach England reiste, um die jugendliche Queen Victoria zu heiraten. Nach übereinstimmenden Berichten war diese Ehe, die neun Kinder hervorbrachte, eine Liebesheirat und der Prinz wurde der engste und einflussreichste Ratgeber der jungen Königin. Allerdings wurde Prinz Albert, der Englisch mit starkem Akzent sprach, stets als Fremder angesehen und niemals wirklich vom englischen Volk akzeptiert. Man kann sich vorstellen, wie einsam sich der junge Prinz bei der Ankunft in diesem abweisenden Land gefühlt haben muss. Allergins gab es eine wahre Freundin, auf deren Zuneigung und Kameradschaft immer Verlass war – seine Greyhound-Hündin Eos.

Eos, eine überwiegend schwarze Greyhound-Hündin mit weißen Abzeichen in ihrem Gesicht, auf der Brust, den Pfoten und der Schwanzspitze, verehrte ihren Herrn und hatte ihn 1840 von Deutschland aus begleitet. Zwei Jahre später wurde sie versehentlich bei einem Jagdunfall in Windsor von Ferdinand, dem Onkel des Prinzen, angeschossen, aber erholte sich wieder. Sie starb am 31. Juli 1844 und ein Zitat aus dem Tagebuch Queen Victorias belegt: „Sie war sein steter und loyaler Begleiter für 10 ½ Jahre und sie war erst sechs Monate alt, als er sie bekam. Sie war ein Bestandteil der glücklichsten Jahre seines Lebens…solch eine wunderschöne und sanfte Kreatur, die immer so gerne mit den Kindern gespielt hat.“


Wenigstens drei Künstler malten Eos‘ Portrait im Auftrag Königin Victorias. Das berühmteste war von Sir Edwin Landseer. Eines seiner Gemälde zeigt Königin Victoria, Prinz Albert und eine der jungen Prinzessinnen zuhause in Schloss Windsor mit dreien ihrer Hunde – Eos, die neben dem Knie des Prinzen sitzt, und zwei Terrier, Dandie und Cairnach. Thomas Musgrove Joy und George Morley malten Eos ebenfalls.
Eines von Morley‘s Bilder von 1841 zeigt Eos mit zwei ihrer erwachsenen Nachkommen, Timur und Mishka, in einer ländlichen Szene neben einem Zaun. Ein anderes Landseer-Gemälde zeigt Eos mit der Kronprinzessin Victoria als Baby. In diesem entzückenden Portrait hat sich Eos eng an die kleine Prinzessin angekuschelt, deren Zehen auf Eos‘ Nase liegen. Ein weiteres Landseer-Portrait, welches als Geburtstagsgeschenk der Königin für Prinz Albert angefertigt wurde, zeigt Eos mit der jungen Prinzessin Alice und war aus dem Gedächtnis gemalt worden, weil Eos einen Monat vorher verstorben war.


Am bekanntesten ist aber sicher das Bildnis von Eos, welches diesen Artikel ziert. Dieses Landseer-Gemälde ist in Büchern, Postern, im Internet und auf Grußkarten erschienen wie der hier abgebildeten, welche in der „Greyhound Hall of Fame“ erworben wurde. Andere Anbieter von Greyhound-Krimskrams bieten diese Karten auch von Zeit zu Zeit an. Königin Victoria gab dieses Bild 1841 als Weihnachtsgeschenk für Prinz Albert in Kommission. In ihrem Tagebuch schreibt sie am 24. Dezember, wie sehr sich der Prinz darüber gefreut habe und dass die Überraschung gut gelungen sei. Nach Eos’ Tod nutzte Prinz Albert diese Vorlage für die Erstellung eines Denkmals für Eos, welches in den „Slopes“ von Windsor aufgestellt wurde ( die „Slopes“ sind der hügelige Teil des Parks zwischen Schloss und Fluss). Ein kürzlich erfolgter Anruf beim Schloss bestätigte, dass die Statue von Eos dort immer noch steht.


Besonderer Dank geht an Michael Maguire, dem Autor von “Swiftly”, für seine Unterstützung bei den Recherchen zu diesem Artikel.

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